Kleines Segler-Lexikon

Segler haben ihre eigene Sprache. Die meisten Begriffe werden an Land schlicht nicht benötigt, andere lauten an Land nur anders.

 

Im folgenden sind die in unseren Berichten benutzten Fachbegriffe erläutert. Beim Formulieren der Erläuterungen kamen diverse weitere Fachbegriffe hinzu. Dies hat zwei Ursachen: Entweder war nur so eine knappgefasste Erläuterung möglich oder sie liefern interessante Zusatzinformationen, z. B. zum Zusammenspiel der beschriebenen Teile. Wo es mir sinnvoll schien, habe ich Bezüge zur HÜTTE oder zum Salamander hergestellt. Einige Schmankerl haben sich mit hineingemogelt.

 

Viel Spaß beim Studieren!

 

Es ist vollbracht ...

... das kleine Segler-Lexikon ist nun vollständig. Natürlich stellt es nur eine kleine Auswahl aus den vielen tausend Fachbegriffen dar.


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Begriff

Erläuterung

Übersetzung

15er Jollenkreuzer

großes -> Schwertboot mit -> Kajüte und einer Segelfläche von 15 m²

 

45er Nationaler

1911 als Binnen-Rennyacht entworfene Bootsklasse; bei 10,5 m Länge und nur 2,25 m Breite sorgen 45 m² Segelfläche (-> Groß und -> Fock) bereits bei wenig Wind für flotte -> Fahrt und viel Vergnügen; der SALAMANDER ist ein 45er

 

60 sm von Berlin

eine der größten -> Regatten in Berlin, an welcher der SALAMANDER regelmäßig teilnimmt

 

A

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Absegeln

lockeres gemeinsames Segeln mit mehreren Booten eines -> Reviers oder Vereins zum -> Saisonende im Herbst; dabei segeln HB² und Steganlieger gerne auf dem SALAMANDER mit; bei der HÜTTE von einem -> Päckchenliegen gekrönt

annual fall's cruise

Achter ~

bei mehrfach an Bord vorkommenden Bereichen oder Ausrüstungsteilen benutzter Zusatz, wenn diese im hinteren Schiffsbereich liegen

stern, aft

Achterdeck

Bereich des -> Decks hinter der -> Plicht

quarter deck

achterlich

hinter, hinten (hinter der Bootsmitte)

astern

Achterstag

Stahlseil, das vom -> Beschlag am -> Masttopp zum -> Heck führt und den Mast gegen Belastungen von -> achtern sichert; in der HÜTTEN-Flotte hat nur der SALAMANDER ein Achterstag; Teil des -> stehenden Gutes

standing backstay

Anker

wohl jedem bekannt; allerdings nicht zu ver-wechseln mit Deiner Stammkneipe Goldener Anker

anchor

anluven

Änderung des -> Kurses hin zur Richtung aus der der Wind weht

to luff

Ansegeln

lockeres gemeinsames Segeln mit mehreren Booten eines -> Reviers oder Vereins zum -> Saisonbeginn im Frühjahr; dabei segeln HB² und Steganlieger gerne auf dem SALAMANDER mit; bei der HÜTTE von einem -> Päckchenliegen gekrönt

annual spring's cruise

aufpallen

seitliches Abstützen eines an Land stehenden Bootes mit Kanthölzern

 

Außenhaut

äußere Bootsschale; bei Holzbooten in klassischer Bauweise aus -> Rumpfplanken gebaut (z.B. beim SALAMANDER)

shell

B

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Backstag

auf -> Bb und -> Stb schräg nach -> achtern laufende Abspannung des Mastes; in der HÜTTEN-Flotte hat nur der SALAMANDER ein Backstag; Teil des -> stehenden Gutes

running backstay, runner

Balkweger

Kantholz in Schiffslängsrichtung an den Oberkanten des -> Rumpfes, auf dem die -> Decksbalken aufliegen; Teil des -> Längsverbandes

clamp, beam clamp

Ballastkiel

unter den -> Kiel gebolzter profilierter Ballastkörper, der gegen seitliches Abtreiben und -> kentern dient; Boote mit einem Ballastkiel werden als -> Kielboote bezeichnet

ballast keel

Bb (Backbord)

die in Fahrtrichtung des Bootes gesehen linke Seite

port

belegen

festmachen (ein -> Ende, nicht das Boot)

to belay

Beschlag

Sammelbegriff für alle fest mit -> Rumpf, -> Deck oder -> Takelage verbundenen Ausrüstungsteile zur Handhabung des Bootes

fitting

Bft (Beaufort)

Einheit der Windstärke mit Zuordnung einer Windgeschwindigkeit; reicht von 0 Bft (Windstille; < 1km/h bzw. < 0,2 m/s bzw. < 1 -> kn) bis 12 Bft (Orkan; > 118 km/h bzw. > 32,7 m/s bzw. > 64 kn)

 

kurzer heftiger Windstoß, meistens 1 bis 2 ->

gust, squall

C

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzng

Cockpit

s. -> Plicht

cockpit

Crew

i.e.S. Schiffsbesatzung mit Ausnahme des -> Schiffers und ggf. weiterer Mitglieder der -> Schiffsführung; i.w.S. mit diesen

crew

D

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Deck

oberer Abschluss des -> Rumpfes, mehr oder weniger ebene Fläche; je nach Bootstyp er-streckt es sich über einen kleineren oder größeren Bereich

topside, deck

Decklayout

Art und Weise der Gestaltung des -> Decks hinsichtlich waagerechter Ausrichtung, Flächenteilung und Bebauung mit anderen Teilen; ein aufgeräumtes Decklayout bietet viel Platz und Sicherheit außerhalb der -> Plicht; der SALAMANDER hat ein weitgehend aufgeräumtes Decklayout

 

Decksbalken

in Schiffsquerrichtung verlaufende Kanthölzer, auf denen das -> Deck aufliegt; Teil des -> Querverbandes

 

Deckshaus

auf dem -> Deck stehender Aufbau

deck house

E

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Ende

Allgemeinbegriff für Leinen an Bord; sehr dünne und gleichzeitig kurze Enden heißen Bändsel, sehr kurze Enden und die Enden eines Endes heißen Tampen

rope

F

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Fahrt

1.) Synonym für Geschwindigkeit 2.) anderer Begriff für eine Seereise 3.) in Zusammensetzungen diverse ähnliche Bedeutungen

1.) speed 2.) passage

Fall

Ende zum Hochziehen eines Segels; der SALAMANDER hat ein Vor-, ein Groß- und ein Spifall

halyard

Festmacher

-> Enden, mit denen ein Boot am Liegeplatz festgemacht wird

docking line

Fisch

mittig in Schiffslängsrichtung verlaufendes Flachholz auf dem -> Deck, in welches die -> Teakstäbe im spitzen Winkel einmünden; im Gegensatz zum -> Deck meistens aus Mahagoni; Teil des -> Längsverbandes

 

Flaggen-Gala

geselliges -> Flottillensegeln klassischer -> Jollen und -> Kielboote in Berlin mit großem Aufmerksamkeitswert, an welchem der SALAMANDER regelmäßig teilnimmt

 

Flotillensegeln

gemeinsames feierliches Segeln mehrerer Boote; dabei sind die Boote meistens festlich geschmückt

 

Fock

kleineres der beiden -> (Standard-)Vorsegel, welches bei viel Wind gefahren wird (beim SALAMANDER ab spätestens 4 -> Bft)

jib

Freibord

vertikaler Abstand zwischen -> Deck und Wasseroberfläche

freeboard

Fußreling

in Schiffslängsrichtung verlaufende Holzleiste auf dem -> Schandeck von geringer Höhe; ist mit -> Speigatts versehen; hat einem HB auf dem SALAMANDER bei einem -> Sonnenschuss während einer -> Regatta den Verbleib an Bord gesichert; Teil des -> Längsverbandes

toe rail, wash rail

G

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Gatt / Gat

allgemein eine Öffnung oder ein Durchlass; an Bord z.B. das -> Speigatt; in der Geografie auch der Durchlass zwischen Inseln (z.B. das Norderney Gatt zwischen Norderney und Juist)

hole, gut

Genua

größeres der beiden -> (Standard-)Vorsegel, welches bei wenig Wind gefahren wird (beim SALAMANDER bis maximal 3 -> Bft)

genoa

Großbaum

am Mast beweglich angebrachte und nach achtern führende -> Spiere an der die Unterkante des -> Groß angebracht ist

main boom

Großschot

-> Ende mit dem die Winkelstellung des Großsegels zur Windrichtung justiert wird; gehört zum -> laufenden Gut

main sheet

Groß(segel)

Hauptsegel; bei Ein- und Zweimastern auch das mit Abstand größte Segel (von besonderen Zusatzsegeln wie dem -> Spi abgesehen)

main sail

Grünwasser

s. -> Überkommendes Wasser

 

H

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Halbwind-Kurs

-> Kurs eines Bootes, bei dem der Wind direkt von der Seite einfällt

beam wind

Halse

Richtungsänderung, bei der das -> Heck zuerst durch den Wind geht; die Halse wird bei -> Vorwindkurs gefahren; sie wird gefährlich, wenn der -> Großbaum dabei unkontrolliert von einer Seite auf die andere schwingt

gybe

Havel-Klassik

-> Regatta klassischer -> Jollen und -> Kielboote in Berlin, an welcher der SALAMANDER regelmäßig teilnimmt

 

Heck

hinteres Bootsende; bei mehrfach an Bord vorkommenden Bereichen oder Ausrüstungsteilen neben Achter ~ benutzter Zusatz, wenn diese im hinteren Schiffsbereich liegen

 

J

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Jolle

Boot mit einem -> Schwert; eine Jolle kann wegen des fehlenden Gegengewichtes eines -> Ballastkiels -> kentern; unser Jeton FUX ist eine Jolle

dinghy, centreboarder

K

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Kajütaufbau

über das -> Deck hinausragender Teil der -> Kajüte zur Vergrößerung der Kajüthöhe

cabin trunk

Kajüte

geschlossener, überdachter Aufenthaltsbereich

cabin

Karweel

Bauweise der Außenhaut, bei der die -> Rumpfplanken mit ihren Schmalseiten stumpf aufeinander gefügt sind; auch Kraweel genannt

carvel work, carvel building

kentern

"Umkippen eines Bootes, wenn der -> Krängung nicht ausreichend entgegengewirkt werden

to capsize

Kiel

1.) starkes Kantholz mittig in Schiffslängsrichtung; unterstes Bauteil des -> Rumpfes, das die -> Spanten aufnimmt; am vorderen Ende mit dem -> Vorsteven verbunden;unter den Kiel ist bei -> Kielbooten (z.B. unser SALAMANDER) der -> Ballastkiel angebolzt; Teil des -> Längsverbandes

keel

Kielboot

Boot mit einem -> Ballastkiel; kann daher im Gegensatz zu einer -> Jolle nicht -> kentern (zumindest nicht durch Windeinfluss; unter sehr seltenen, nur auf See auftretenden Wellenbedingungen kann auch ein Kielboot kentern); unser SALAMANDER ist ein Kielboot

keel boat, keeled boat

Kielwasser

sichtbare Spur verwirbelten Wassers, die ein Boot hinterlässt

wake, wash

kn (Knoten)

Geschwindigkeitseinheit; 1 Knoten = 1 -> Seemeile pro Stunde

 

Krängung

seitliches neigen des Bootes durch den Winddruck; kann der Krängung nicht genügend entgegengewirkt werden -> kentert ein Boot

heeling

Kreuz

Wegstrecke gegen die Windrichtung; da ein Boot nicht direkt in Windrichtung segeln kann, wird diese Strecke im Zick-Zack zurückgelegt

 

Kurs

1.) Bewegungsrichtung eines Bootes; wird angegeben relativ zur Windeinfallsrichtung, relativ zum Kompass oder auf ein Objekt bezogen 2.) in Zusammensetzungen diverse weitere Bedeutungen

1.) course

L

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Längsverband

Gesamtheit der in Schiffslängsrichtung verlaufenden Teile von -> Rumpf und -> Deck; der SALAMANDER dient hier als gutes und einziges Anschauungsobjekt für unsere Segel-schüler

longitudinal structure

laufendes Gut

Gesamtheit aller -> Enden, die zum Bedienen der Segel benutzt werden; sie sind zumindest an einer Seite nicht dauerhaft -> belegt

running rigging

Lee

die dem Wind abgewandte Seite; nicht zu verwechseln mit dem gleichklingenden Biernamen eines HB

lee

Lippklampe

-> Beschlag zur Führung der -> Festmacher

chock, snatch cleat

Luk

waagerechte oder leicht schräge Klappe im -> Deck, durch die Gegenstände unter Deck oder an Deck befördert werden; der SALAMANDER hat 2 Luks: ein Achter- und ein Vorluk; das letztgenannte ist die Verbindung zur -> Segellast im -> Vorschiff

hatch

M

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Mastgarten

Sammlung von -> Beschlägen an -> Deck neben dem Mast zum -> belegen von -> Enden (z.B. -> Fallen)

fiferail

Mastloch

Öffnung im -> Deck, durch die der Mast gesteckt wird

mast hole

Masttopp

oberes Ende des Mastes mit einem -> Beschlag, an dem u.a. -> Toppnanten und -> Achterstag befestigt sind

mast head, top

O

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Oberwant

auf -> Bb und -> Stb von der oberen -> Saling auf etwa 2/3 Masthöhe zu einem -> Beschlag an -> Deck führendes Stahlseil; dient der Sicherung des Mastes gegen seitliche Belastungen; Teil des -> stehenden Gutes

 

Oldtimer-Pokal

Wanderpreis für den schnellsten Oldtimer bei den -> '60 sm von Berlin', der nach dreimaligem Gewinn einem Boot endgültig gehört; zwei dieser Pokale hat der SALAMANDER bereits erobert

 

P

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

P

Klassenzeichen im Segel der -> 15er Jollenkreuze und der -> 45er Nationalen Kreuzer (z.B. SALAMANDER); die Dopplung des Klassenzeichens ist ungewöhnlich, allerdings sind die beiden Bootstypen auch für Unbeleckte leicht zu unterscheiden

 

Päckchenliegen

gemeinsames geselliges ankern mehrerer miteinander vertäuter Boote; bei der HÜTTE Bestandteil von -> An- und -> Absegeln und auch eigenständige Veranstaltung

 

Planke

Holzleiste; Bauteil der -> Außenhaut (-> Rumpf-planke) oder des Decks

plank

Plicht

ins -> Deck eingelassener Sitz- und Arbeitsraum; beim SALAMANDER unterteilt in Bereiche für die -> Crew und den -> Rudergänger; häufig wird auch in Deutschland der englische Begriff benutzt

cockpit

Q

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Querverband

Gesamtheit der in Schiffsquerrichtung verlaufenden Teile von -> Rumpf und -> Deck; der SALAMANDER dient hier als gutes und einziges Anschauungsobjekt für unsere Segelschüler

transverse structure

R

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Raumschots-Kurs

Kurs -> eines Bootes, bei dem der Wind von schräg hinten einfällt

reach

Regatta

Wettrennen zwischen Wasserfahrzeugen; eine Regatta kann aus einer oder mehreren Wett-fahrten bestehen; der SALAMANDER nimmt regelmäßig an beiden Wettrennarten teil, meistens 6 mal in der -> Saison (also einmal pro Monat)

 

Revier

Wassergebiet, das geografisch abgegrenzt ist; die Abgrenzung kann ausschließlich geografisch (Bodensee), gleichzeitig organisatorisch (Wannsee/Unterhavel in Berlin) oder gleichzeitig von Wetter-/Wind-/Wellenverhältnissen geprägt sein (Skagerrak/Kattegatt)

sailing area

Rigg

s. -> Takelage

rig

Rudergänger

Person, die das Ruder aktuell bedient; reine Funktions- und keine Rangbezeichnung; nicht zu verwechseln mit dem -> Steuermann

helmsman

Rumpf

Bootskörper mit Außenhaut, -> Deck, -> Kajütaufbau und -> Plicht

hull

Rumpfplanke

horizontale Holzleiste als Teil der -> Außenhaut; bei der beim SALAMANDER vorliegenden Bauweise spricht man von -> Karweel-Beplankung; Teil des -> Längsverbandes

 

Rundholz

Ausrüstungsteile, die ursprünglich rund wie gewachsenes Holz waren; heute auch für nichtrunde und Aluminium-/Kunststoffteile gebrauchter Begriff

spar

S

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Saison

Zeitraum von etwa Mitte/Ende April bis Mitte/ Ende Oktober, in dem gesegelt wird; beim SALAMANDER beginnt die Saison meistens erst Mitte Mai, da er aus Spargründen kostenfrei auf dem PH-Parkplatz steht und in Folge temperaturabhängige Arbeiten meistens erst Mitte/Ende April beginnen können

 

Salamander

für manche nur ein Tier; für uns das schönste Boot in Berlin

 

Salamander-Schiffer

HB mit der Berechtigung, den SALAMANDER als verantwortlicher Schiffsführer, also als -> Schiffer zu segeln

 

Saling

am Mast quer zur Schiffslängsrichtung an -> Bb und -> Stb angebrachte -> Spieren; dienen zum Abspreitzen der -> Ober- und -> Toppwanten (sofern vorhanden), wodurch ein größerer Zug-winkel erreicht wird; der SALAMANDER hat als einziges Boot der HÜTTEN-Flotte zwei Salinge (~Paare): auf etwa 2/5 und 2/3 Masthöhe

spreader

Schandeck

in Schiffslängsrichtung verlaufendes Flachholz an der Schnittstelle zwischen -> Schergang und -> Deck; im Gegensatz zum Deck meistens aus Mahagoni; Teil des -> Längsverbandes

gun wale, plank-sheer

Schergang

oberste -> Rumpfplanke und stärker als die restlichen Rumpfplanken; Teil des -> Längsverbandes

sheer-strake

Scheuerleiste

in Schiffslängsrichtung verlaufende Halbrund-Holzleiste an der Außenseite des -> Schan-decks; dient als "Opferteil" und hält Schrammen vom Boot fern; Teil des -> Längsverbandes

guard rail

Schiffer

auf einem Sportboot Bezeichnung für den Kapitän; häufig wird auch in Deutschland der englische Begriff benutzt

skipper

Schiffsführung

Personenkreis, der - mit Abstufungen - an Bord die letzte Entscheidungsgewalt hat, gleichzeitig aber dafür auch verantwortlich ist; auf -> Jollen ist dies immer, auf kleinen -> Kielbooten meis-tens nur der -> Schiffer; vor allem auf See kommen der -> Steuermann und der -> Wachführer hinzu

 

Schlinge

Kantholz in Schiffslängsrichtung, das die -> Stichbalken trägt; Teil des -> Längsverbandes

 

Schwert

strömungsgünstig profilierte Platte, die bei einer -> Jolle durch den -> Rumpf senkrecht ins Wasser hängt; ein Schwert kann nach oben gezogen werden; es dient vor allem gegen seit-liches Abtreiben, kaum gegen das -> Krängen

centreboard, leeboard

Seemannsgarn

von Seeleuten frei erfundene oder extrem übertrieben geschilderte Situation; kommt bei HÜTTE nie vor (wer weis ob's war ist ...)

yarn

Seemeile (sm)

Längeneinheit; 1 sm = 1,852 km; ergibt sich dem Streckenäquivalent einer Bogenminute auf dem Erd-Äquator

nautical mile (nm)

Seetörn

Schiffsreise; i.e.S. nur auf einem Randmeer (z.B. Ostsee und Mittelmeer); i.w.S. auch auf Ozeanen (dann eigentlich Hochseetörn genannt)

 

Segellast

Bereich unter -> Deck, in dem die Segel gelagert werden

 

Seitendeck

schmaler Deckbereich neben der -> Plicht und/oder neben der -> Kajüte

side deck

Sonnenschuss

Situation beim Segeln mit -> Spi, wenn sich das Boot bei einer starken -> Bö nahezu waagerecht aufs Wasser legt, dabei kurzzeitig unsteuerbar wird und bis in den Wind -> anluvt; nach einem Sonnenschuss ohne sichtbaren Schaden brach der SALAMANDER eine -> Regatta zugunsten einer Inspektion ab (Ergebnis: alles i.O., aber sicher ist sicher)

 

Spant

gebogenes, rippenähnliches Bauteil in Schiffsquerrichtung zur Versteifung der -> Außenhaut; Teil des -> Querverbandes

 

Speigatt

Öffnung, z.B. in der -> Fußreling, durch die -> übergekommenes Wasser vom -> Deck nach außen ablaufen kann; s. -> Gatt

scupperhole, deck drain

Spi(nnaker)

sehr großes, sehr bauchig geschnittenes und meistens sehr buntes -> Vorsegel, welches nur bei -> Vorwind- und -> Raumschotskursen so-wie unter gewissen Bedingungen noch bei -> Halb-wind gefahren wird; der SALAMANDER hat zwei Spis: einen kleinen für viel Wind und einen großen (!) für wenig Wind

spinnaker

Spiere

Allgemeinbegriff für -> Rundhölzer an Bord (mit Ausnahme des Mastes)

spar

Stb (Steuerbord)

die in Fahrtrichtung des Bootes gesehen rechte Seite

starbord

Steuermann

auf Sportbooten in der Rangfolge die zweite Position hinter dem -> Schiffer; nicht zu verwechseln mit dem -> Rudergänger

mate

Stichbalken

Kantholz in Schiffsquerrichtung im -> Kajütbereich, daher nicht durchgängig; wird außen vom -> Balkweger und innen von der -> Schlinge getragen; Teil des -> Querverbandes

 

stehendes Gut

Gesamtheit der den Mast abspannenden Stahl-seile; sie bleiben während der Manöver -> be-legt; beim SALAMANDER gehören -> Vorstag, -> Unter-/Oberanten, -> Toppwanten und -> Backstagen (alle -> Bb und -> Stb) sowie -> Achterstag zum stehenden Gut

standing rigging

Strecker

-> Ende mit dem die Spannung einer Segel-kante eingestellt wird

 

Sturmfock

sehr kleines -> Vorsegel, das bei extrem viel Wind gefahren wird (beim SALAMANDER ab 6 -> Bft, sofern das Boot da überhaupt noch auf dem Wasser ist, freiwillig tut das kein Salamander-Schiffer dem Boot an!)

storm jib

T

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Takelage

Gesamtheit aller Ausrüstungsteile, die zum Einsatz der Segel erforderlich sind, also Mast, -> Spieren, -> stehendes und -> laufendes Gut

rig, rigging

Teakstab

ein Teakdeck besteht aus einem Unterbau aus Bootsbausperrholz und darauf verlegtem Teakholz; dabei werden schmale Teakstäbe verwendet (beim SALAMANDER 3 cm breit)

 

Toppwant

auf -> Bb und -> Stb vom -> Masttopp über die aüßeren Enden der oberen -> Saling zu einem -> Beschlag am Mast über der unteren Saling führendes Stahlseil; in der HÜTTEN-Flotte hat nur der SALAMANDER ein Toppstag; Teil des -> stehenden Gutes

 

Törn

Reise oder kurzer Ausflug mit einem Boot

 

Traveller

Einrichtung, um das -> Groß je nach Windstärke flach oder bauchig zu -> trimmen

traveller

Trimm

1.) Ausbalancieren des Bootes in Längsrichtung 2.) Einstellen der Segel entsprechend Windrichtung und -stärke 3.) Ausbildung einer Person; z.B. der Schiffer-Trimm zum Erlangen des SALAMANDER-Schiffers

"1.) trim 2.) trim of sails, sail balance

U

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

überkommendes Wasser

durch -> Krängung oder Wellen auf das -> Deck fließendes Wasser; auch Grünwasser genannt

 

Unterwant

auf -> Bb und -> Stb von der unteren -> Saling auf etwa 2/5 Masthöhe zu einem -> Beschlag an -> Deck führendes Stahlseil; dient der Sicherung des Mastes gegen seitliche Belastungen; Teil des -> stehenden Gutes

 

V

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Vor ~

bei mehrfach an Bord vorkommenden Berei-chen oder Ausrüstungsteilen benutzter Zusatz, wenn diese im vorderen Schiffsbereich liegen

 

Vordeck

Decksbereich vor der -> Plicht oder, sofern vorhanden, vor der -> Kajüte

fore-deck

Vorschiff

Bereich des Bootes vor dem Mast

forebody

Vorsegel

vor dem Mast gefahrene Segel; beim SALAMANDER sind dies -> Sturmfock, -> Fock und -> Genua

head sail, fore sail

Vorstag

Stahlseil, das vom -> Beschlag an der oberen -> Saling zum Beschlag am -> Bug führt und den Mast gegen Belastungen von vorne sichert; Teil des -> stehenden Gutes

forestay

Vorsteven

vorne auf den -> Kiel aufgesetzter Balken, in den die -> Rumpfplanken einlaufen

post

Vorwind-Kurs

-> Kurs eines Bootes, bei dem der Wind direkt von hinten einfällt

run

W

Begriff

Erläuterung

englische Übersetzung

Wachführer

auf Sportbooten in der Rangfolge die dritte Position hinter dem -> Schiffer und dem -> Steuermann

 


Die Liste ist länger geworden als ich am Anfang dachte. Dafür hast Du einen umfassenden Überblick zur Bauweise, zu Bau- und Ausrüstungsteilen sowie zu den Segeln des Salamanders erhalten. Obwohl ...

 

... zur kompletten Beschreibung müsste die Liste dreimal so lang sein. Du siehst, welch umfangreiches Wissen allein hinsichlich der Fachbegriffe zum Boot von einem Salamander-Schiffer verlangt wird.

 

 

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